Jammer vs. Drohne

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00:00:00: Störsender im Kampf mit Drohnen, der Wettlauf in der Ukraine.

00:00:04: Von Enolänze am neunten Juni-Zweitausendsechsundzwanzig An der Front in der Ukraine tobt ein Krieg, der für das bloße Auge oft unsichtbar ist Das gnadenlose elektronische Wettrüsten Zwischen russischen FPV-Drohnen und ukrainischen Drohnensstörsendern.

00:00:25: Die Entwicklung läuft dabei so schnell dass selbst Beobachter in der EU nicht mehr mitkommen und immer monatsalte Ratschläge geben.

00:00:34: Berlin Story News hat mittlerweile viele Erfahrungen direkt an der Front gesammelt, hier sind unsere Beobachtungen.

00:00:42: Wovon reden wir?

00:00:43: Im Krieg in der Ukraine sind Drohnen in allen Formen und Größen ein essenzieller Teil der Kriegsführung geworden.

00:00:50: Von der Kampfjet-Großen SuchEU S-七zig über die drei Meter fünfzig breite und Zehntausendfach eingesetzte Schahet bis hin zu den kleinen FPV-Dronen, welche an die heimischen Kameradronen von Hochzeiten und Stadtfesten erinnern.

00:01:06: Vor allem die kleinen FPv-Drohnen machen beiden Seiten an der Front schwer zu schaffen.

00:01:12: Diese mit vier Propellern ausgestatteten dreißig bis fünfzig Zentimeter großen Drohnen werden von einem Piloten bis zu fünfzig Kilometer weit gesteuert.

00:01:22: Oben ein großer Akku unten eine kleine Bombe.

00:01:26: Damit können sie einfache Fahrzeuge, LKW und im Ausnahmefall auch Panzer zerstören.

00:01:32: Der Pilot

00:01:34: sendet mit einer Funkfernbedienung Steuerbefehle zur Drohne – die DrohNE sendet Videobilder zurück!

00:01:40: Beide Funkwellen kann man auffangen und mit entsprechendem Aufwand stören.

00:01:44: Stört man das Sendesignal, stürzt die Drohrne oft ab?

00:01:48: Störtman das Video-Signal kann der Pilot nicht mehr sehen wo es hingeht.

00:01:52: Künstliche Intelligenz & Glasfaser.

00:01:55: Genau deswegen begannen beide Seiten vor einigen Jahren damit, statt der Funkfernbedienung auf Glasfaser zu setzen.

00:02:02: Bis zu fünfzig Kilometer Faser spannten sich zwischen Sender und Drohne.

00:02:06: Keine Funkwellen mehr – aber die Faser ist empfindlich!

00:02:10: Man kann sie mit einer Nagelschere kappen.

00:02:13: Wenn die Faser in einen Fluss fällt, reißt die Strömung sie mit.

00:02:17: Dennoch machen die Glasfaserdrohnen rund zwanzig bis dreißig Prozent der Drohnen an der Front aus.

00:02:23: Gerade weil das Stören mit Störsendern verbreitet ist,

00:02:26: wird die KI-Fähigkeit ausgebaut.

00:02:28: Beim Abriss der Verbindung soll die Drohne eigenständig ein Ziel finden und hereinstürzen.

00:02:34: Die künstliche Intelligenz muss dabei aber – anders als beim heimischen Handy – ohne Cloud im Hintergrund

00:02:40: auskommen.

00:02:41: Alles muss auf der Drohnen laufen!

00:02:44: Das frisst vor allem Strom.

00:02:46: Das ist bisher der limitierende Faktor.

00:02:48: Das Wettrennen beginnt... Zu Beginn der Vollinversion wurden oft handelsübliche Drohnen gekauft.

00:02:55: Diese nutzten bekannte Frequenzen, von zum Beispiel zwei Komma vier oder fünf Komma acht Gigahertz.

00:03:01: also gab es schnell Störsender für diese Frequenz auf dem Markt.

00:03:05: Stör Sender die einfach das Signal stören.

00:03:08: Diese brauchen zehn bis Fünfzig Watt pro Kanal in diesem Fall also Zwei Kanäle eine Leistung die man noch mit der Lichtmaschine des Autos abdecken kann.

00:03:17: Die neuen, vor Ort gebauten Drohnen wichen auf andere gängige Frequenzen aus.

00:03:22: Oft fourhundertdreiunddreißig, neunhundert oder eintausend zweihundert Megahertz.

00:03:28: Man ergänzte also zwei bis drei Kanäle an seinem Störsender und bekam langsam Schwierigkeiten den notwendigen Strom zu erzeugen.

00:03:36: Aber es gibt größere Lichtmaschinen welche die benötigte Leistung abdecken können.

00:03:41: Scannen oder stören Inzwischen haben wir Drohnen mit Sendern von fünfzig bis achttausend Megahertz.

00:03:48: Ein Störsender kann realistisch einhundert Megahertz pro Kanal abdecken, man bräuchte also achtzig Kanäle mit Achtzig Antennen und einen Generator um das Ganze zu betreiben Und man würde jegliche Kommunikation in der Umgebung stören.

00:04:03: Zusätzlich können Russen diese Stör-Sender so auch einfach orten.

00:04:07: Es gibt Raketen welche Home on Jam betreiben Also den stärksten Stör sender suchen und diesen bombardieren.

00:04:14: Neben dem Stören mit Störsendern kann man auch versuchen, die Funkwellen genauer zu analysieren und präzise vor anfliegenden Drohnen zu warnen.

00:04:23: Die Scanner müssen dabei schnell das ganze Spektrum scannen und die Funkwellen analysieren.

00:04:28: Man will keine Warnung weil ein Radiosender sendet oder ein Handy einen Telefonat führt.

00:04:34: Das ist technisch gesehen lange möglich aber aufwendig!

00:04:38: Ein guter Handscanner kann heute null bis achttausend Megahertz in dreißig Sekunden scannen und dabei die Video-Signale der Drohne identifizieren, und den Videostream auf dem Gerät anzeigen.

00:04:48: Diese Geräte liegen bei ein tausend bis zweitausend Euro.

00:04:52: Gerade in der Ukraine sind daher einfachere lokale Geräten wie Chewica oder Woover beliebt.

00:04:58: Diese scannen schnell – kosten wenige hunderte Euro, decken aber nur einen Teil der Frequenzen ab!

00:05:04: Eine gute Kombination wäre also erst den Äther zu scannen und bei einer erfolgreichen Identifizierung einer Drohne genau diese Frequenz durch.

00:05:13: Das Stören mit Störsendern zu blockieren.

00:05:16: Genau solche Geräte gibt es seit vielen Jahren auf dem Markt, sie liegen aber bei rund zweihundertfünfzigtausend Euro sind für die meisten Anwender also unerschwinglich.

00:05:25: Die Evolution zwei Kanal Architektur und Frequenzhopping.

00:05:31: Während die Stör-Sender versuchen immer größere digitale Mauern zu bauen werden die Drohnen resistenter.

00:05:38: Die neueste Generation russischer Drohnsysteme nutzt hochmoderne Funk- und Videosysteme, die die Spielregeln fundamental verändern.

00:05:47: Diese Module setzen auf eine Zwei-Kanalarchitektur.

00:05:50: Anstatt sich auf einen einzigen Übertragungskanal zu verlassen, nutzt das System zwei völlig autarke Frequenzbänder parallel – etwa ein Signal im vier Komma neun Gigahertz.

00:06:04: Auf beiden Kanälen wird simultan Frequency Hopping, FHSS betrieben.

00:06:10: Die Drohne

00:06:10: springt hunderte Male pro Sekunde in einem Pseudo-zufälligen Muster zwischen den Frequenzen hin und her.

00:06:17: Wenn ein Störsender einen Kanal blockiert, fließen die Steuer- und Videodaten nahtlos über den anderen weiter – das stabile ELRS-Protokolls.

00:06:27: Neben der Hardwarebene

00:06:28: hat sich auch die Softwareseite

00:06:30: radikal weiterentwickelt.

00:06:32: Zur Kommunikation zwischen Piloten und Drohne wird oft das quelloffene Protokoll

00:06:37: ExpressLRS verwendet.

00:06:39: Das Besondere daran, es verfügt über eine extrem hohe

00:06:43: Empfindlichkeit Es nutzt hochentwickelte Fehlerkorrekturalgorithmen Und das Signal kann selbst dann noch fehlerfrei dekodiert werden wenn das Signal Rauschverhältnis negativ ist.

00:06:54: Das Signal liegt also

00:06:55: rein rechnerisch

00:06:56: unter dem Pegel des vom Störsender verursachten Hintergrundrauschens Rauschmodell des Störsender S. Aufgrund der Unempfindlichkeit von ELRS und zwei Kanalsystemen versagen klassische Stör-Sender immer häufiger.

00:07:10: Es reicht nicht mehr, einfach nur rohe Energie in die Luft zu blasen!

00:07:14: Das Rausch-Modell ist heute das entscheidende Qualitätsmerkmal.

00:07:19: Man kann es sich vorstellen wie wenn man im Café sitzt und sich mit dem Gegenüber unterhalten möchte.

00:07:24: Wenn nebenan ein Kindergeburtstag mit schreienden Kindern stattfindet, kann einen das irritieren Aber man kann sich weiterhin auf das Gespräch konzentrieren.

00:07:32: Schreien die Kinder lauter, muss man mehr auf das Gegenüber achten!

00:07:36: Das ist ein Bright Force Rauschmodell.

00:07:39: Stellen sich die Kinder aber um den eigenen Tisch und fangen an selbst etwas zu erzählen – alle gleichzeitig und alle zum Thema des laufenden Gespräches?

00:07:47: Dann kann man sich kaum noch auf das Gegend überkonzentriern.

00:07:50: Irgendwann versteht man nichts mehr.

00:07:52: Das isst ein intelligentes Rausch-Modell.

00:07:55: Viele der einfachen Störsenderhersteller können einem die Frage zum Rauschmodell nicht mal beantworten oder verstehen die Frage nicht.

00:08:02: Somit ist ein gezielter Einkauf kaum möglich.

00:08:05: und nun?

00:08:06: Die Kombination aus zwei Kanalsysteme, gehärteten ELRS-Protokollen, Frequenzhopping und dem großen genutzten Spektrum sorgt dafür dass ein gezieltes Stören mit Störsendern heute kaum noch möglich ist.

00:08:19: Einfache Scanner & StörSender sowie einfache Drohnen sind noch in der Mehrheit.

00:08:24: daher gibt es weiterhin positive Berichte darüber Doch die Entwicklung geht schnell und gezielte Angriffe werden mit moderneren Drohnen durchgeführt.

00:08:32: Den Wettlauf zu gewinnen wird immer schwieriger, wir zerlegen weiterhin russische Drohne in Berlin und testen Scanner- und Störsender an der Front.

00:08:40: Wir berichten darüber und zeigen Drohnern im Ukraine Museum doch was wir dabei entdecken wird zunehmend düster.

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